NEMA 17, NEMA 23 und NEMA 34 bei Schrittmotoren erklärt

Baugrößen, Kantenmaß, technische Bezeichnungen und wichtige Einheiten für Entwickler

Wer nach einem Schrittmotor sucht, stößt sehr schnell auf Bezeichnungen wie NEMA 17, NEMA 23 oder NEMA 34. Besonders häufig werden diese Angaben verwendet, um Schrittmotoren mechanisch einzuordnen. Viele Anwender gehen jedoch fälschlicherweise davon aus, dass eine NEMA Größe automatisch etwas über Drehmoment, Leistung oder Qualität des Motors aussagt.

Das ist technisch falsch.

NEMA beschreibt bei Schrittmotoren in erster Linie die Baugröße der Montagefläche beziehungsweise das ungefähre Flanschmaß. Ein NEMA 17 Schrittmotor hat typischerweise ein Kantenmaß von etwa 42 mm. Ein NEMA 23 Schrittmotor liegt bei etwa 56 mm. Ein NEMA 34 Schrittmotor besitzt ein Kantenmaß von etwa 85 bis 86 mm.

Die NEMA Größe ist damit ein guter mechanischer Einstieg. Für die richtige Motorauswahl reicht sie aber nicht aus. Entscheidend sind zusätzlich Drehmoment, Drehzahl, Phasenstrom, Induktivität, Wicklung, Versorgungsspannung, Rotorträgheit, thermisches Verhalten und die konkrete Anwendung.


Was bedeutet NEMA bei Schrittmotoren?

NEMA steht für National Electrical Manufacturers Association. Die Angabe stammt aus dem amerikanischen Zollsystem. Die Zahl hinter NEMA beschreibt näherungsweise die Größe des Motorflansches in Zehntel Zoll.

Ein Beispiel:

Ein NEMA 17 Schrittmotor hat ungefähr einen Flansch von 1,7 Zoll.
1,7 Zoll entsprechen rechnerisch etwa 43,2 mm.
In der Praxis wird diese Baugröße meist als 42 mm Schrittmotor bezeichnet.

Das bedeutet:

NEMA Größe Bedeutung Typisches Kantenmaß
NEMA 17 ca. 1,7 Zoll Flanschgröße ca. 42 mm
NEMA 23 ca. 2,3 Zoll Flanschgröße ca. 56 mm
NEMA 34 ca. 3,4 Zoll Flanschgröße ca. 85 bis 86 mm

Wichtig ist: Die NEMA Zahl ist keine metrische Maßangabe. NEMA 17 bedeutet also nicht 17 mm. NEMA 23 bedeutet nicht 23 mm. Die Zahl bezieht sich auf Zoll.


NEMA Tabelle für Schrittmotoren

NEMA Baugröße Typisches Kantenmaß Häufige metrische Bezeichnung Typischer Einsatzbereich
NEMA 8 ca. 20 mm 20er Baugröße kleine Geräte, Mikropositionierung
NEMA 11 ca. 28 mm 28er Baugröße Laborgeräte, kleine Ventile, kompakte Versteller
NEMA 14 ca. 35 mm 35er Baugröße Medizintechnik, kleine Automatisierungssysteme
NEMA 16 ca. 39 bis 42 mm 40er bis 42er Baugröße kompakte Industrieantriebe, Sonderbauformen
NEMA 17 ca. 42 mm 42er Baugröße 3D Drucker, Laborautomation, kleine Linearachsen
NEMA 23 ca. 56 mm 56er Baugröße Maschinenbau, Handling, Positionierachsen
NEMA 24 ca. 60 mm 60er Baugröße höhere Drehmomente bei ähnlichem Bauraum wie NEMA 23
NEMA 34 ca. 85 bis 86 mm 85er Baugröße größere Achsen, Sondermaschinen, robuste Industrieantriebe
NEMA 42 ca. 110 mm 110er Baugröße schwere Positionieraufgaben

NEMA 16 und NEMA 17: Gleiches Flanschmaß?

Hier muss man sauber formulieren.

NEMA 16 und NEMA 17 liegen mechanisch sehr nah beieinander. In vielen Fällen werden sie mit ähnlichem oder sogar gleichem Flanschmaß und Bohrbild ausgeführt. Trotzdem ist die Gleichsetzung nicht automatisch normativ garantiert.

In der Praxis bedeutet das:

Baugröße Rechnerischer Ursprung Praxismaß
NEMA 16 ca. 1,6 Zoll ca. 40 bis 42 mm
NEMA 17 ca. 1,7 Zoll ca. 42 mm

Viele Hersteller führen NEMA 16 und NEMA 17 in sehr ähnlichen mechanischen Abmessungen aus. Für Entwickler ist aber entscheidend, nicht nur die NEMA Bezeichnung zu prüfen, sondern die konkrete Maßzeichnung.

Wichtig sind:

Merkmal Warum es wichtig ist
Kantenmaß bestimmt den verfügbaren Einbauraum
Bohrbild entscheidet über Austauschbarkeit
Zentrierbund wichtig für präzise mechanische Ausrichtung
Wellendurchmesser relevant für Kupplung, Zahnrad oder Spindel
Baulänge beeinflusst Drehmoment und Massenträgheit

Kurz gesagt:

NEMA 16 und NEMA 17 können mechanisch sehr ähnlich sein. Für eine sichere Konstruktion zählt aber immer die technische Zeichnung, nicht nur die NEMA Angabe.


Was NEMA nicht aussagt

Ein großer Fehler bei der Motorauswahl ist die Annahme, dass ein größerer NEMA Motor automatisch besser ist.

Das stimmt nicht.

Die NEMA Größe sagt nichts Sicheres aus über:

Größe Warum sie nicht aus NEMA ableitbar ist
Drehmoment hängt von Magnetkreis, Baulänge, Wicklung und Strom ab
Drehzahlverhalten hängt stark von Induktivität und Versorgungsspannung ab
Erwärmung hängt von Strom, Verlustleistung, Montage und Umgebung ab
Positioniergenauigkeit hängt von Last, Mechanik, Spiel, Steuerung und Schrittauflösung ab
Lebensdauer hängt von Lagerung, Lasten, Temperatur und Umgebung ab
Laufruhe hängt von Steuerung, Resonanzen, Mikroschritt und Mechanik ab

Ein kurzer NEMA 23 Motor kann weniger Drehmoment liefern als ein langer NEMA 17 Motor. Ein großer NEMA 34 Motor kann in einer dynamischen Anwendung schlechter beschleunigen als ein kleinerer, besser ausgelegter Motor.

Die NEMA Größe ist also keine Leistungsangabe. Sie ist eine mechanische Orientierung.


NEMA 17, NEMA 23 und NEMA 34 im direkten Vergleich

Baugröße Kantenmaß Charakter Typische Anwendung
NEMA 17 ca. 42 mm kompakt, weit verbreitet, gutes Verhältnis aus Bauraum und Drehmoment kleine Linearachsen, Dosierer, Laborgeräte, 3D Drucker
NEMA 23 ca. 56 mm deutlich mehr Bauvolumen, höhere Drehmomente möglich Maschinenbau, Handling, Automatisierung
NEMA 34 ca. 85 bis 86 mm großer Industriemotor mit hoher Kraftreserve schwere Achsen, größere Versteller, Sondermaschinen

Für Entwickler ist nicht die Frage entscheidend:
Welche NEMA Größe ist stärker?

Die bessere Frage lautet:
Welche Baugröße liefert im konkreten Lastfall ausreichend Drehmoment, Dynamik und thermische Reserve?


Wichtige technische Bezeichnungen bei Schrittmotoren

Kantenmaß

Das Kantenmaß beschreibt die äußere Breite und Höhe des quadratischen Motorflansches. Bei einem NEMA 17 Motor liegt es typischerweise bei etwa 42 mm.

Baulänge

Die Baulänge beeinflusst stark das verfügbare Drehmoment. Ein längerer Motor besitzt meist mehr aktives Material, kann aber auch eine höhere Rotorträgheit haben.

Schrittwinkel

Der Schrittwinkel gibt an, wie weit sich der Motor bei einem Vollschritt dreht.

Schrittwinkel Schritte pro Umdrehung
1,8° 200
0,9° 400
7,5° 48
15° 24

Ein kleinerer Schrittwinkel verbessert die Grundauflösung, ersetzt aber keine saubere mechanische Auslegung.

Haltemoment

Das Haltemoment ist das Drehmoment, das ein bestromter Motor im Stillstand halten kann. Es wird meist in Ncm oder Nm angegeben.

Wichtig: Das Haltemoment ist nicht das Drehmoment bei Drehzahl. Bei steigender Drehzahl sinkt das verfügbare Drehmoment.

Rastmoment

Das Rastmoment ist das fühlbare Einrasten des Motors ohne Bestromung. Es entsteht durch Permanentmagnet, Rotorzähne und Statorgeometrie.

Ein hohes Rastmoment kann in manchen Anwendungen stören, zum Beispiel bei sehr ruhigem Lauf oder feiner Positionierung.

Phasenstrom

Der Phasenstrom ist der Strom, der durch eine Motorwicklung fließt. Er wird in Ampere angegeben.

Mehr Strom bedeutet nicht automatisch besser. Zu hoher Strom führt zu Erwärmung, höheren Verlusten und möglicherweise reduzierter Lebensdauer.

Phasenwiderstand

Der Phasenwiderstand wird in Ohm angegeben. Zusammen mit dem Strom bestimmt er die ohmschen Verluste der Wicklung.

Induktivität

Die Induktivität wird meist in mH angegeben. Sie beschreibt, wie stark die Wicklung den Stromanstieg verzögert.

Eine hohe Induktivität kann bei höheren Drehzahlen problematisch sein, weil der Strom nicht schnell genug aufgebaut wird. Dadurch verliert der Motor Drehmoment.


Technische Einheiten bei Schrittmotoren

Größe Formelzeichen Einheit Bedeutung
Drehmoment M Nm, Ncm Kraftwirkung an der Welle
Drehzahl n min⁻¹ Umdrehungen pro Minute
Winkel α ° Schrittwinkel oder Drehwinkel
Strom I A Phasenstrom
Spannung U V Wicklungs oder Versorgungsspannung
Widerstand R Ω Wicklungswiderstand
Induktivität L H, mH Stromanstiegsverhalten der Wicklung
Leistung P W elektrische oder mechanische Leistung
Trägheitsmoment J kgm², gcm² Widerstand gegen Beschleunigung
Kraft F N lineare Kraft, zum Beispiel bei Spindeln
Weg s mm lineare Bewegung
Steigung p mm/U Spindelweg pro Umdrehung
Schrittfrequenz f Hz Schritte pro Sekunde
Temperatur T °C, K thermische Belastung

Magnetfluss und magnetische Flussdichte beim Schrittmotor

Ein Schrittmotor erzeugt Drehmoment durch ein magnetisches Feld. Dieses Feld entsteht aus dem Zusammenspiel von Wicklung, Strom, Eisenkern, Permanentmagnet, Rotorzähnen, Statorzähnen und Luftspalt.

Magnetischer Fluss

Der magnetische Fluss beschreibt die gesamte magnetische Wirkung durch eine Fläche.

Größe Formelzeichen Einheit
Magnetischer Fluss Φ Weber, Wb

Vereinfacht gesagt: Der magnetische Fluss beschreibt, wie viel Magnetfeld durch einen Bereich des Motors geführt wird.

Magnetische Flussdichte

Die magnetische Flussdichte beschreibt, wie stark der magnetische Fluss auf eine Fläche konzentriert ist.

Größe Formelzeichen Einheit
Magnetische Flussdichte B Tesla, T

Eine höhere Flussdichte kann zu höherem Drehmoment beitragen. Aber auch hier gibt es Grenzen. Wird das Eisenmaterial magnetisch gesättigt, bringt zusätzlicher Strom kaum noch mehr Drehmoment, erzeugt aber mehr Wärme.

Magnetische Feldstärke

Größe Formelzeichen Einheit
Magnetische Feldstärke H A/m

Die magnetische Feldstärke beschreibt die erregende Wirkung des Stroms in der Wicklung.

Permeabilität

Größe Formelzeichen Einheit
Permeabilität μ H/m

Die Permeabilität beschreibt, wie gut ein Material magnetischen Fluss leitet. Eisenwerkstoffe leiten magnetischen Fluss deutlich besser als Luft. Deshalb ist der Luftspalt im Schrittmotor besonders kritisch.


Warum der Luftspalt so wichtig ist

Der Luftspalt zwischen Rotor und Stator ist klein, aber technisch entscheidend. Luft leitet magnetischen Fluss viel schlechter als Eisen. Deshalb beeinflusst der Luftspalt das Drehmoment erheblich.

Ein kleiner Luftspalt verbessert die magnetische Kopplung, stellt aber hohe Anforderungen an Fertigung, Rundlauf, Lagerung und thermische Ausdehnung. Ein zu großer Luftspalt reduziert das verfügbare Drehmoment.

Bei kundenspezifischen Motoren ist das besonders wichtig. Wenn Welle, Lagerung, Flansch, Spindel oder Gehäuse angepasst werden, darf die magnetische Auslegung nicht zerstört werden.


Warum Induktivität und Versorgungsspannung zusammengehören

Viele Anwender schauen zuerst auf das Haltemoment. Für dynamische Anwendungen ist aber die Induktivität oft genauso wichtig.

Die Wicklung eines Schrittmotors wirkt elektrisch wie eine Spule. Der Strom steigt nicht sofort an, sondern zeitverzögert. Bei niedriger Drehzahl ist das meist unkritisch. Bei hoher Schrittfrequenz bleibt aber immer weniger Zeit, um den Strom vollständig aufzubauen.

Das Ergebnis:

Der Motor verliert Drehmoment bei steigender Drehzahl.

Eine höhere Versorgungsspannung der Steuerung kann helfen, den Strom schneller aufzubauen. Deshalb werden Schrittmotoren häufig mit Steuerungen betrieben, deren Versorgungsspannung deutlich höher ist als die rechnerische Wicklungsspannung.

Wichtig:

Die Motorspannung im Datenblatt ist nicht automatisch die richtige Netzteilspannung. Entscheidend sind Stromregelung, Wicklungsdaten, Drehzahlbereich und Steuerung.


Häufige Fehler bei der Auswahl nach NEMA Größe

Fehler Folge
Auswahl nur nach NEMA Größe Motor passt mechanisch, funktioniert aber elektrisch nicht optimal
Haltemoment mit Betriebsdrehmoment verwechselt Motor verliert bei Drehzahl Kraft
Induktivität ignoriert Drehmoment bricht bei höheren Drehzahlen ein
Versorgungsspannung falsch gewählt schlechte Dynamik oder Überlastung
Motor zu groß gewählt hohe Trägheit, mehr Wärme, höhere Kosten
Baulänge nicht beachtet Kollision im Einbauraum oder falsche Drehmomentannahme
Welle und Lagerkräfte nicht geprüft reduzierte Lebensdauer
Thermik unterschätzt Überhitzung, Schrittverluste, Ausfallrisiko
NEMA 16 und NEMA 17 blind gleichgesetzt Montageprobleme durch abweichende Zeichnung

Welche Daten braucht man für die richtige Schrittmotorauswahl?

Für eine saubere Auslegung reicht die Angabe „NEMA 17“ oder „NEMA 23“ nicht aus. Benötigt werden mindestens:

Angabe Warum sie wichtig ist
gewünschte Bewegung Rotation, Linearbewegung, Ventilstellung, Dosierung
Lastmoment Grundlage für Motorauswahl
Drehzahlbereich bestimmt nutzbares Drehmoment
Beschleunigung relevant für Dynamik und Trägheit
Bauraum begrenzt NEMA Größe und Baulänge
Versorgungsspannung beeinflusst Drehzahlverhalten
Steuerung bestimmt Stromregelung und Mikroschritt
Einschaltdauer wichtig für Erwärmung
Umgebungstemperatur bestimmt thermische Reserve
mechanische Lasten Radialkraft, Axialkraft, Kupplung, Spindel
Lebensdauerforderung relevant für Lagerung und Materialpaarung
Schutzart wichtig bei Staub, Feuchtigkeit oder aggressiven Medien

FAQ

Was bedeutet NEMA 17?

NEMA 17 bezeichnet eine Schrittmotor Baugröße mit einem typischen Kantenmaß von etwa 42 mm. Die Angabe beschreibt hauptsächlich die mechanische Flanschgröße.

Was bedeutet NEMA 23?

NEMA 23 bezeichnet eine größere Schrittmotor Baugröße mit einem typischen Kantenmaß von etwa 56 mm. Diese Motoren werden häufig im Maschinenbau und in Automatisierungsachsen eingesetzt.

Was bedeutet NEMA 34?

NEMA 34 bezeichnet eine große Schrittmotor Baugröße mit etwa 85 bis 86 mm Kantenmaß. Diese Motoren werden für höhere Lasten und robuste Industrieanwendungen verwendet.

Haben NEMA 16 und NEMA 17 das gleiche Flanschmaß?

Oft sind NEMA 16 und NEMA 17 mechanisch sehr ähnlich. In manchen Ausführungen können Flanschmaß und Bohrbild nahezu gleich oder identisch sein. Sicher ist das aber nur über die konkrete Maßzeichnung des Herstellers.

Sagt NEMA etwas über das Drehmoment aus?

Nein. Die NEMA Größe beschreibt hauptsächlich die mechanische Baugröße. Das Drehmoment hängt von Baulänge, Magnetkreis, Wicklung, Strom, Induktivität und thermischer Auslegung ab.

Ist ein größerer NEMA Motor immer besser?

Nein. Ein größerer Motor kann mehr Drehmoment liefern, besitzt aber meist auch mehr Trägheit, mehr Gewicht, höhere Kosten und mehr Wärmeentwicklung.

Welche Einheit hat das Drehmoment beim Schrittmotor?

Das Drehmoment wird meist in Ncm oder Nm angegeben. 1 Nm entspricht 100 Ncm.

Welche Einheit hat die Induktivität?

Die Induktivität wird meist in mH angegeben. Sie beeinflusst, wie schnell der Strom in der Motorwicklung aufgebaut werden kann.

Was ist magnetische Flussdichte?

Die magnetische Flussdichte beschreibt die Stärke des magnetischen Feldes bezogen auf eine Fläche. Die Einheit ist Tesla.


Fazit

NEMA 17, NEMA 23 und NEMA 34 sind wichtige Begriffe zur mechanischen Einordnung von Schrittmotoren. Sie beschreiben vor allem das ungefähre Kantenmaß des Motorflansches. Ein NEMA 17 Motor entspricht typischerweise der 42 mm Baugröße, ein NEMA 23 Motor der 56 mm Baugröße und ein NEMA 34 Motor der 85 mm Baugröße.

Für die technische Auslegung reicht die NEMA Größe jedoch nicht aus. Entscheidend sind Drehmoment, Drehzahl, Phasenstrom, Induktivität, Versorgungsspannung, Rotorträgheit, Magnetkreis, thermisches Verhalten und mechanische Integration.

Die beste Motorauswahl beginnt deshalb nicht mit der Frage „Welche NEMA Größe brauche ich?“, sondern mit der Anwendung: Welche Last muss bewegt werden, welche Geschwindigkeit wird benötigt, welche Temperatur herrscht im System und welche mechanischen Randbedingungen sind vorgegeben?

NEMA ist der Startpunkt der Auswahl, nicht die Auslegung selbst.